- Material zum Bau von Sprengsätzen bei Rechten in
Radevormwald beschlagnahmt.
- Ausstellung "Neofaschismus in Deutschland" im September in
Radevormwald
- CDU, FDP und proNRW verhindern Netzwerk gegen
Rassismus
- Ausstellung "Demokratie stärken -
Rechtsextremismus bekämpfen" kommt ins Kreishaus
-
Analyse der Wahlergebnisse rechter Parteien im Oberbergischen liegt vor
-
Landtagswahl: Unterschiedliche Ergebnisse der Rechten im Oberbergischen
- pro
NRW spricht gezielt Aussiedler an
- pro NRW plant Kundgebung in Gummersbach
- Gemeinsames Wort der Kirchen zu Rechtspopulisten
- Ergebnis der Kommunalwahl
- Oberberger zeigen Gesicht für die Vielfalt
- pro NRW stellt Kandidaten auf, die gar nicht kandidieren
wollen
2. September 2010: Gestern hat die
Polizei im Zusammenhang mit der Festnahme eines Mitglieds einer
rechtsextremen Kameradschaft in Aachen bei einem Brüderpaar in
Radevormwald "pyrotechnisches Material und Gegenstände, die zur
Herstellung von Sprengsätzen verwendet werden können"
beschlagnahmt. Das Stadtnetz Radevormwald schreibt, es handele sich um
proNRW-Mitglieder.
Hier die Artikel:
Oberberg-Aktuell Stadtnetz
Radevormwald
Remscheider
GerneralanzeigerNRW rechtsaußen
Angesichts dieser Entwicklung sollte es doch jedem klar werden, dass
die rechte Gefahr auch im Oberbergischen nicht zu verharmlosen ist!
20. Juli 2010: Wer nicht bis zum Januar
warten möchte, um eine Ausstellung gegen Neofaschismus zu
besuchen, hat schon im September Gelegenheit:
Im Bürgerhaus der Stadt Radevormwald ist vom 11. bis 24. September
2010 die Ausstellung "Neofaschismus in Deutschland" zu sehen.
Veranstalter sind neben dem Runden Tisch gegen Rechts der Verein
Bergische Zeitgeschichte und der Bezirksverband Rhein-Wupper der
Gewerkschaft ver.di.
Eröffnung ist am 11. September 2010 um 11 Uhr.
13. Juli 2010: Bei der Kreistagssitzung
vom 8. Juli ist der Antrag von SPD und Grünen, ein Netzwerk gegen
rechtsradikale, rassistische, fremdenfeindliche und antisemitische
Kräfte einzurichten, mit den Stimmen von CDU, FDP und proNRW
abgelehnt worden. Näheres dazu hier
8.
Juli 2010: Nun kommt sie also doch: Die Ausstellung "Demokratie
stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" der
Friedrich-Eberth-Stiftung wird im Kreishaus zu sehen sein. Termin ist
die Zeit vom 14. bis zum 28. Januar 2011.
3. Juni 2010:
"Unser Oberberg ist bunt, nicht braun!" hat eine ausführliche
Analyse der Wahlergebnisse rechter Parteien im Oberbergischen erstellt.
Sie kann hier herutergeladen werden:
Analyse der
Wahlergebnisse rechter
Parteien im Oberbergischen
23. Mai 2010:
Im oberbergischen Kreis haben die Rechten (proNRW, aber auch NPD und
Reps) je nach Kommune und auch je nach Stimmbezirk sehr unterschiedlich
viele Stimmen bekommen. Teilweise sind es mehr als bei der Kommunalwahl
und bei der Bundestagswahl. Eine ausführliche Analyse des
Wahlergebnisses wird "Unser Oberberg ist bunt - nicht braun!" in den
nächsten Tagen erarbeiten und veröffentlichen.
20. April 2010:
Pro NRW ist auch im Oberbergischen im Landtagswahlkampf tätig.
Nachdem die erste Runde Plakate, die kurz vor Ostern aufgehängt
wurden, inzwischen größtenteils wieder verschwunden sind,
wurde jetzt bekannt, dass nach eigenem Bekunden proNRW
gezielt bei Aussiedlern
(Achtung, Originalton proNRW!) werben will. Merkwürdigerweise
haben die Rechten plötzlich keine Angst mehr vor
"Parallelgesellschaften" und verbreiten Wahlaufrufe auf Russisch.
Für den 6. Mai haben sie eine
Kundgebung
(Achtung, Originalton proNRW) mit Patrick Brinkmann, ihrem
Hauptsponsor, in Gummersbach angekündigt. Allerdings ist auf dem
Bismarkplatz zu dem angegebenen Termin Markt!
Vielleicht ist das der Grund dafür, dass die Rechten für
Donnerstag auch einen Stand vor der Deutschen Bank (Hindenburgstr.) in
Gummersbach angemeldet haben.
Auch für alle Samstage bis zum 9.Mai hat proNRW dort Stände
angemeldet.
23. März
2010:
Die evangelische und die katholische Kirche haben in einem
gemeinsamen
Wort deutlich gemacht: die "Positionen von pro NRW sind mit
dem christlichen Glauben nicht zu vereinbar"
1. Februar 2010:
Schon
im November hat der Kreistag auf Antrag der SPD und von
Bündnis90/Die Grünen beschlossen, im Jugendhilfeausschuss und
im Schulausschuss über die Einrichtung eines "Netzwerks gegen
rechtsradikale,
rassistische, fremdenfeindliche und antisemitische Kräfte" zu
beraten. Die Ausschüsse tagen in diesem Monat. Auf die Ergebnisse
sind wir gespannt.
16. Oktober 2009:
In gewohnt großspuriger Manier vermeldet proNRW die
Nominierung der Direktkanddaten
für die Landtagswahl im Mai 2010: Die Radevormwalder Udo
Schäfer und Tobias Ronsdorf.
In den nächsten Monaten werden die Rechten wieder
Unterstützungsunterschriften sammeln. Sie haben eine "intensive
Wahlkampagne" angekündigt, die sie "gemeinsam mit unseren vielen
Freunden aus den angrenzenden Kreisen" durchführen wollen-
5. September
2009:
proNRW im Kreistag
und im
Radevormwalder Stadtrat – wie geht es weiter?
Mit dem Ziel, in Radevormwald,
Marienheide und Gummersbach „in Fraktionsstärke“ in die Räte
einzuziehen und eine Fraktion im oberbergischen Kreistag zu bilden,
war „proNRW“ angetreten. Davon sind die Rechten weit entfernt: In
Marienheide und Gummersbach haben sie gar nicht erst kandidiert. Bei
der Kreistagswahl haben sie 1,8% der Stimmen erhalten, in
Radevormwald, wo sie sich ein „zweistelliges Ergebnis“ erhofften,
waren es 5,1%.
Doch: 1,8% bei der Kreistagswahl sind
über 2000 Personen, die in unserem Kreis die Rechtspopulisten
gewählt haben – das sind 2000 Stimmen zu viel! Mit diesem Ergebnis
sitzt Udo Schäfer, der proNRW-Kreisvorsitzende aus Radevormwald,
im
Kreistag. Was die 2000 Menschen bewogen haben kann, die
Rechtsradikalen zu wählen, kann man nur vermuten. Rational zu
erfassen ist kaum, dass der Morsbacher Kandidat Beckers, der sich von
proNRW distanziert hat und mit dem Aufruf „Bitte wählt mich
nicht!“ an die Öffentlichkeit ging, 2% der Stimmen bekam.
Nachtrag
nach der Bundestagswahl: Obwohl kein einziges Plakat von ihnen
aufgehängt wurde, haben die Rechtsextremen von NPD, DVU und REP
bei der Bundestagswahl insgesamt fast genauso viele Stimmen erhalten
wie proNRW (Ausnahme: Radevormwald). Es scheint also einen festen
"Braunen Sumpf" von etwa 2000 Stimmen hier im Kreis zu geben.
Noch mehr Stimmen als die Partei selber
bekam ihr Landratskandidat Manfred Rouhs: 3,3% der Wähler stimmten
für ihn. Möglicherweise war vielen Menschen nicht klar, wen
sie
dort wählten.
Dass in Radevormwald – trotz der
breit angelegten Aufklärung – so viele Menschen proNRW
gewählt
haben, ist erschreckend. Zwar können die Rechten mit ihren zwei
Ratsvertretern auch dort keine Fraktion bilden, doch sind es zwei
Rechte zu viel im Rat.
Landesweit gesehen zählt das
Oberbergische zu den Regionen mit einem niedrigen Anteil an
proNRW-Stimmen. Doch bei drei Rechtsextremen in unseren Räten
können
wir nicht ausruhen. Unsere Arbeit muss weitergehen.
Dass man sich wehren kann und darf,
zeigt ein Fall in Köln: proKöln hatte Strafanzeige gegen
einen Lehrer gestellt, der die Rechten am Verteilen ihrer Propaganda
vor der Schule gehindert hat. Das Verfahren wurde eingestellt.
Hier
der Artikel
21. August 2009: Unser
Plakat
"Wir Oberberger zeigen Gesicht für die Vielfalt - Keine Stimme den
Rechtspopulisten!"
hatte überwältigend viel Zuspruch!
Hier unser Bericht
12.
August 2009:
Kürzlich wurden in der Presse die
Kandidaten für die Kommunalwahl am 30. August 2009 aus den
Wahlkreisen namentlich aufgeführt. Mit welchen Methoden pro NRW
auf
Kandidatensuche gegangen war, schildert anschaulich der Bericht im
Kölner Stadtanzeiger (Oberbergischer Anzeiger) in der Ausgabe vom
12.08.2009.
Hier der Artikel
15. Juli 2009:
Nach Ende der Frist für die Abgabe der Wahlvorschläge steht
fest:
Die Rechstextremen von "pro NRW" werden in Radevormwald für den
Stadtrat und im ganzen oberbergischen Kreis für den Kreistag
kandidieren.
Die großspurige Ankündigung, im Stadt- bzw. Gemeinderat von
Gummersbach und Marienheide "in Fraktionsstärke" einzuziehen, ist
allerdings schon im Ansatz gescheitert: Für beide Räte
kandidieren die Rechten erst gar nicht. Die Gründe hierfür
mögen vielfältig sein - vielleicht hat unsere
Aufklärungsarbeit dazu beigetragen, dass es ihnen nicht gelungen
ist, die notwendigen Kandidaten und Unterstützungsunterschriften
zu bekommen.
Zurücklehnen können wir uns trotzdem nicht: In allen
Kreiswahlbezirken kandidieren die Rechtspopulisten für den
Kreistag. Sie haben schon begonnen zu plakatieren. Als Landratskandidat
tritt mit Manfred Rouhs ein bekannter Rechtsradikaler in unserem Kreis
an.